Deutscher Elektro-Pkw-Markt verfünffacht sich im November

Im November erreichten nach Angaben des VDA die Neuzulassungen von Elektro-Pkw laut Kraftfahrt-Bundesamt mit einem Zuwachs um 442 Prozent auf 59.610 Fahrzeuge den dritten Rekord hintereinander.
 
Der Absatz des Deutschen Elektro-Pkw-Marktes im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich mehr als verfünffacht. Der Elektroanteil am Pkw-Gesamtmarkt erreichte mit 20,5 Prozent ebenfalls einen Höchstwert. Im bisherigen Jahresverlauf stiegen die Neuanmeldungen um 220 Prozent auf 312.141 E-Autos, das entsprach 12,0 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen.

Im November waren die Plug-In-Hybride mit 30.621 Einheiten (+383 Prozent ggü. Vorjahresmonat) die beliebtesten Elektrofahrzeuge. „Die Kunden schätzen, dass der Hybrid das Beste aus beiden Welten vereint: Reichweite auf der langen Strecke, lokale Emissionsfreiheit in der Stadt und auf kürzeren Strecken. Die Hybridfahrzeuge sind der ideale Einstieg in die Elektromobilität, solange das Ladenetz noch nicht flächendeckend ausgebaut ist“, so Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie.

Auch die rein elektrischen Pkw verkaufen sich immer besser, mit 28.965 Stück gab es hier eine Versechsfachung gegenüber dem Vorjahresmonat, so der Verband. In absoluten Zahlen liegen die Neuzulassungen von rein elektrischen Pkw aber im November knapp hinter den Plug-In-Hybrid-Pkw.

Die deutschen Hersteller konnten trotz des enormen Marktwachstums ihre herausragende Stellung mit einem Anteil von 69 Prozent am Elektro-Pkw-Markt im November halten. Im bisherigen Jahresverlauf entfielen 67 Prozent der E-Autos auf dem heimischen Markt auf deutsche Konzernmarken: Zwei von drei Elektro-Pkw, die in diesem Jahr in Deutschland zugelassen wurden, tragen ein deutsches Konzernmarkenzeichen.


Mit 43 Prozent wurden im November überdurchschnittlich viele Elektro-Pkw von privaten Haltern zugelassen. Im Pkw-Gesamtmarkt erreichte ihr Anteil 39 Prozent. Damit erwiesen sich Privatkunden erneut als Treiber der Entwicklung hin zum Elektro-Antrieb. Firmenwagenkäufer waren mit 37 Prozent die zweitgrößte Haltergruppe auf dem E-Neuwagenmarkt. Rund ein Fünftel entfiel auf Handel und Vermietgeschäft (inkl. Carsharing und Kfz-Handel).

Im November gab es laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit 42.928 Anträgen - davon 23.005 rein elektrische Pkw - beim Umweltbonus zum fünften Mal in Folge einen neuen Monatsrekord. Insgesamt sind seit Auflage dieser Maßnahme bereits 361.622 Anträge gestellt worden. „Die Verlängerung der Innovationsprämie bis Ende 2025 ist eine wichtige Maßnahme, die den Neukunden Planungssicherheit gibt“, unterstreicht Hildegard Müller.
Auf deutschen Straßen fuhren zum 1.10.2020 laut KBA bereits rund 417.500 Elektro-Pkw. Das sind über 200.000 Fahrzeuge mehr als vor einem Jahr. „Derzeit sieht es so aus, als könnte die Marke von einer Million E-Pkw - wie anvisiert - im Jahr 2022 erreicht werden. Gleichzeitig muss aber auch die Ladeinfrastruktur im privaten, gewerblichen und öffentlichen Raum stärker als bisher wachsen. Nur so können die Kunden das volle Potenzial der Elektromobilität nutzen. Derzeit gibt es gerade bei der Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte noch große Unterschiede zwischen verschiedenen Landkreisen und kreisfreien Städten, wie das VDA-Ladenetz-Ranking belegt“, so Müller weiter.

Auch bei der Inlandsproduktion stiegen die Werte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 129 Prozent auf 56.676 Elektro-Pkw. Damit hatte jeder siebte in Deutschland hergestellte Pkw einen Elektroantrieb. Als besonders dynamisch erwies sich die Fertigung rein batterieelektrischer Fahrzeuge, die sich auf 20.234 Einheiten verdreifachte. Die Fertigungszahl von Plug-In Hybriden verdoppelte sich auf den neuen Rekord von 36.442 Einheiten.
In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres konnten die deutschen Hersteller ihre weltweite Produktion auf 634.727 E-Pkw (+105 Prozent) mehr als verdoppeln. Allein am Standort Deutschland stieg die E-Pkw-Produktion bis einschließlich Oktober auf 302.946 Fahrzeuge (+98 Prozent).

 

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