Baubranche

Baubranche arbeitet durch

Gute Kunde für die Edelstahlbranche: Die deutsche Bauindustrie arbeitet der Coronakrise zum Trotz (fast) ungehindert weiter. Das Bundesinnen- und das Bundesverkehrsministerium haben beschlossen, dass alle laufenden Baumaßnahmen im Hochbau, Straßenbau und Wasserbau weitergeführt werden sollen. Auch die Neuausschreibung von Infrastrukturprojekten wird fortgeführt. Die Lieferungen rostfreier Produkte in die Baubranche sind somit nur von geringen Beeinträchtigungen betroffen.
 
„Den ergangenen Erlass des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über die Fortführung der Baumaßnahmen im Hochbau, Straßenbau und Wasserbau begrüßen wir außerordentlich. Die Weiterführung und Neuausschreibung von Infrastrukturbaustellen ist eine wesentliche Stütze der Binnenwirtschaft, die es aufrechtzuerhalten gilt“, erklärt Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, in einer aktuellen Meldung.

Bundesminister Scheuer und die Verbände der Bauwirtschaft stimmen in der Meinung überein, dass eine Fortsetzung der Baustellen auch in Zeiten der Coronakrise in Deutschland geboten ist, um die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur in Deutschland weiter zu erhöhen. Diese Leistungsfähigkeit sei für die Bevölkerung und die Wirtschaft notwendig, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise schnell überwinden zu können.

„Nur so ist es uns möglich, dass wir in solch schwierigen Zeiten dafür sorgen können, dass die systemrelevanten Bereiche, wie Telekommunikation, Mobilität oder Energiegewinnung sowie Ver- und Entsorgung weiter funktionieren“, ergänzt Peter Hübner, Präsident Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.

Bundesminister Scheuer sichert zu, dass kurzfristig zwischen dem BMVI und der Bauwirtschaft Gespräche über die faire Verteilung Corona-bedingter Baustellenmehrkosten aufgenommen werden. Das bezieht sich auch auf Mehrkosten für den erhöhten Gesundheitsschutz der Bauarbeiter beim Transport auf die Baustellen und bei ihren Tätigkeiten.

Scheuer und die Verbände sind sich einig, dass die dafür notwendigen finanziellen Mittel derzeitige und zukünftige Investitionshaushalte der Infrastruktur nicht belasten dürfen, sondern aus Fördermitteln des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Krise bereitgestellt werden müssen. Zudem stehen diesen Mitteln erhebliche Einsparungen aus nicht in Anspruch genommenen Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer auf den Baustellen gegenüber.

„Unsere Bauunternehmen leisten derzeit hohe Anstrengungen, um den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Bauwirtschaft hat die notwendigen Kapazitäten und kann trotz der momentanen Herausforderung die Bauvorhaben weiter vorantreiben“, fügt Martin Steinbrecher, Präsident der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen, hinzu.
 

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