VMDA: Maschinenbau offen für freiwillige Tests

25 März 2021

Der Plan der Regierung, flächendeckend Corona-Tests in den Betrieben durchzuführen, wird von den Unternehmen positiv gesehen, so der VDMA in einer Mitteilung. Entsprechende Vorbereitungen liefen bereits vielerorts an. „Die Betriebe im Maschinen- und Anlagenbau sind bereit, ihren Part auszuweiten und auf eigene Kosten Corona-Schnelltests für ihre Beschäftigten anzubieten", sagt VDMA-Präsident Karl Haeusgen. Allerdings müsse dies eine freiwillige Maßnahme der Unternehmen sein, fordert er: „Eine pauschale Selbstverpflichtung der Unternehmen, wie es sich die Politik vorstellt, lehnen wir ab." 

Denn neben den hohen Kosten, die Unternehmen durch große Testreihen entstehen, gebe es für die Durchführung auch noch zahlreiche rechtliche Unsicherheiten. „Betriebliche Reihentests werfen haftungsrechtliche Fragen auf, die die Politik nicht einfach bei den Unternehmen abladen kann", erläutert Haeusgen. „Auch die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten müssen beachtet werden. Die Unternehmen brauchen eine Verständigung mit der Politik darüber, wie mit positiven Testergebnissen umzugehen ist."

Der VDMA-Präsident fordert deshalb von der Politik, die Industrie besser in die Corona-Bekämpfung einzubinden und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Viele Unternehmen stünden auch bereit, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Betriebsärzte impfen zu lassen, sobald die Möglichkeiten dazu gegeben sind. Hier geht es vor allem um die Bereitstellung von ausreichend Impfstoff, der nicht mit extremen Temperaturen gekühlt werden muss. "Der Maschinen- und Anlagenbau wird auch weiterhin seinen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten", betont Haeusgen. "Trotz allem guten Willen von unserer Seite muss die Haftung aber bei den Behörden bleiben. Es darf keine Vermischung von unternehmerischer und staatlicher Verantwortung beim Testen und Impfen geben."

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