Maschinenbauexporte überwinden Tiefpunkt

26 November 2020

Der VDMa gab in einer aktuellen Mitteilung bekannt, dass die Maschinenexporte aus Deutschland sich zunehmend stabilisieren. Im September verbuchten die Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland demnach beim Exportgeschäft ein Minus in Höhe von 7,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Zeitraum Juli bis September sanken sie damit um 12,4 Prozent auf 39,8 Milliarden Euro.  Im zweiten Quartal verfehlten die Maschinenausfuhren aus Deutschland ihren Vorjahreswert noch um 22 Prozent. Besonders schwach fiel das Exportergebnis in den Monaten April und Mai (minus 27 Prozent bzw. 28 Prozent) aufgrund der vielerorts weitreichenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aus. Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein Exportminus von 13,2 Prozent. „Die Maschinenexporte aus Deutschland haben den Corona-Tiefpunkt überwunden. Doch bis zum Erreichen des Vorkrisenniveaus bedarf es noch großer Geduld und Anstrengungen in Wirtschaft und Politik“, folgerte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Die Maschinenexporte aus Deutschland in die EU-27 lagen im dritten Quartal 15 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Kumuliert betrachtet ergibt sich von Januar bis September dieses Jahres ein Exportminus von 16 Prozent in die EU-27 Partnerländer. Wichtigstes Absatzland innerhalb der Europäischen Union ist Frankreich, das in den ersten neun Monaten einen Rückgang von 17,3 Prozent verzeichnete. Dahinter folgt nun Polen, das, aufgrund einer Minusrate von nur 9,2 Prozent im gleichen Zeitraum die Niederlande (minus 12,1 Prozent) und Italien (minus 19,9 Prozent) im Ranking überholte.

Innerhalb der Top-20 Absatzländer stechen insbesondere Russland (plus 1,1 Prozent), Südkorea (plus 3,1 Prozent) und die Türkei (plus 3,6 Prozent) hervor, die allesamt ein Wachstum im bisherigen Jahresverlauf verzeichnen konnten. Die Maschinenausfuhren aus Deutschland nach Taiwan stiegen um 10 Prozent. „In Russland und der Türkei ist das diesjährige positive Ergebnis vornehmlich auf das schwache Vorjahr zurückzuführen“, erläutert Wiechers. 

Foto: VDMA