Joint Venture von tk Materials Services und mantro

25 Juni 2020

Im Rahmen seiner strategischen Weiterentwicklung „Materials as a Service“ will thyssenkrupp Materials Services neue Wege beschreiten und in ein innovatives Geschäftsmodell investieren, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens. Für ein Joint Venture hat sich das Unternehmen die Expertise des industrieerfahrenen Company Builders mantro dazu geholt. Gemeinsam mit den Münchnern haben die Werkstoffexperten des thyssenkrupp Konzerns die mt industry recycling GmbH zum Recycling von Stahl gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen will eine effektivere Rückführung von Stahlschrott in die Produktionsprozesse der Fertigungsindustrie erzielen und damit Kundenmehrwert bieten, heißt es weiter.

„Nur wenige Rohstoffe der Welt lassen sich so gut wiederverwerten wie Stahl. Bereits heute stammt fast die Hälfte der Stahlproduktion aus recyceltem Stahlschrott. Allein in Deutschland entspricht dies jährlich über 20 Millionen Tonnen Schrott. Wir sind davon überzeugt, dass deren Koordination und Abwicklung enormes Innovationspotenzial bietet”, so Jan Crommelinck, Geschäftsführer der mt industry recycling GmbH und Lead New Business Models bei thyssenkrupp Materials Services.

Kunden wie Stahlwerke und Gießereien sollen künftig sortenreinen Stahlschrott unmittelbar über die mt industry recycling GmbH beziehen können. Der Zwischenschritt über den Schrotthändler entfalle. Für Kunden soll dank des verschlankten Prozesses deutlich geringere Kosten und damit niedrigere Einkaufspreise enstehen. Durch die Sortenreinheit des Materials sei es zudem möglich, den Schrott ohne Qualitätsverluste einzuschmelzen und neu zu verarbeiten. Darüber sollen effiziente Logistikprozesse für einen positiven Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in den Recyclingabläufen sorgen. „Die Materialrückführung ist der letzte fehlende Baustein nach Stahlherstellung, Verarbeitung und Handel, den wir mit dem Joint Venture unseren Kunden nun anbieten können. Wir verstehen uns konsequent als Teil der kompletten Kreislaufwirtschaft”, so Jan Crommelinck weiter.

Foto: thyssenkrupp Martials Services