Edelstahlkegs

Edelstahl ist die nachhaltigste Bier-Verpackung

Das Edelstahlkeg hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als zuverlässige Verpackung etabliert und bewiesen, dass das gebraute Bier in der gleichen Qualität beim Kunden ankommt, wie es die Brauerei verlassen hat. Zudem erfüllt es bereits heute hohe Sicherheitsstandards und schützt den Anwender vor möglichen Verletzungen selbst bei unsachgemäßer Behandlung.
 

Das ist das Fazit einer studiengestützten Mitteilung des Unternehmens BLEFA BEVERAGE SYSTEMS, eines Anbieters von Edelstahlkegs für Bier, Wein und Softdrinks, der zur Artemis Holding gehört. Darin wird unter anderem über die Ergebnisse von Blefa Beverage Systems initiierten Studie zur Lebenszyklusanalyse (LCA) berichtet, in der die Nachhaltigkeit von Edelstahlkegs und PET-Einweggebinden verglichen wurde. In der LCA-Studie wurden das Global Warming Potential (CO2), der Wasser- und der Energieverbrauch untersucht.

Beeinflussende Faktoren bei der Bewertung seien die Gebinde-Herstellung, die Anzahl der Nutzungen und beim Edelstahlkeg, der nach der Verwendung notwendige Rücktransport sowie die Säuberung, heißt es. Bei einem Edelstahlkeg sei die Produktion des Edelstahls ressourcen- und energieintensiv. Allerdings relativierten sich diese Werte über die Lebensdauer von 30 Jahren und insgesamt circa 120 Verwendungen.

Bei PET-Einweggebinden sei dagegen nach dem einmaligen Gebrauch das Ende des Lebenszyklus bereits erreicht und zur Abfallverwertung transportiert. Die Abholung aus der Gastronomie und Zuführung zur Verbrennung oder auch Verwertung emittiere CO2, werde aber gerne in der Gesamtbetrachtung ignoriert. Da es sich um ein Einweg-System handle, falle bei jeder neuen Produktion der gleiche Anteil an CO2-Emissionen sowie Wasser- und Energieverbrauch an.

Bei der LCA-Analyse habe der Break-Even – also der Punkt, an dem sich das Verhältnis zugunsten der Edelstahlkegs verändert – im Mittel bei 16,66 Umläufen gelegen, heißt es weiter. Bei vier Umläufen pro Jahr und einer 30-jährigen Nutzungsdauer bedeute dies: Nach etwas mehr als vier Jahren sei die Verwendung eines Edelstahlkegs umweltfreundlicher als die eines PET-Gebindes.

Einen weiteren Pluspunkt erzielten Edelstahlkegs beim Recycling. Ein Keg mit einem Gewicht von 9 kg und einem Volumen von 30 l transportiere in 30 Jahren 3600 l Bier. Am Ende der Lebensdauer gelange dieses Edelstahlkeg zu 100 % als Schrott in den Schmelzofen der Stahlindustrie, diene als vollständig recycelter Grundstoff für neu herzustellenden Edelstahl und senke somit den primären Energie- und Ressourcenbedarf in der Produktion.

Bei PET–Gebinden sieht dies laut BLEFA BEVERAGE SYSTEMS gänzlich anders aus. Für das gleiche Volumen von 3600 l müssten in 30 Jahren insgesamt 120 PET-Gebinde angeschafft werden. Gemäß einer Studie der Europäischen Kommission gelangten Plastikabfälle zwar ebenfalls in die Wiederverwertung, allerdings würden lediglich 29 % als Recyclingmaterial wiederverwendet. 41,8 % des Kunststoffs landeten auf Müllhalden und zerfielen dort über Jahrzehnte, und 29,2 % würden in Müllverbrennungsanlagen verbrannt und stießen Giftstoffe aus.

Besonders wichtig sei zudem die Anwendungssicherheit. Sowohl in der Brauerei als auch in der Gastronomie sei ein zuverlässiges und sicheres Gebinde wichtig zum Schutz des Inhalts und des Menschen. Durch Unachtsamkeit im täglichen Umgang oder durch technische Defekte an den Abfüllanlagen könne es zu einer übermäßigen Beanspruchung des Gebindes kommen.

Moderne Edelstahlkegs seien dagegen bestens gewappnet, heißt es. Gemäß der DIN 6647-1 werde von Behältern bis 50 l eine Druckstabilität von mindestens 60 bar gefordert – ohne zu bersten! Eine solche streng genormte Reglementierung fehle hingegen vollständig bei PET- Einweggebinden.

Zudem dürfe eine Verpackung den Geschmack des abgefüllten Bieres nicht beeinflussen. Fässer aus Edelstahl seien hierfür bestens geeignet. Das Material Edelstahl schütze den Inhalt zu 100 % vor eintretendem Sauerstoff und UV-Strahlen, ein Austreten von CO2 werde vollständig verhindert. Der Geschmack bleibe unverändert, da Edelstahl sich absolut neutral zum Inhalt verhalte.

Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit müssten die Anschaffungskosten in Bezug zur Lebensdauer gesetzt werden, so die BLEFA BEVERAGE SYSTEMS. Bei einem Edelstahlkeg gehe man von einer Lebensdauer von 30 Jahren aus. In diesem Zeitraum könne das Edelstahlkeg bei 4 Nutzungen pro Jahr insgesamt auf circa 120 Umdrehungen kommen. Bei einem PETGebinde fielen allerdings die Anschaffungskosten bei jeder neuen Nutzung zu 100 % wieder an. Bei der Berechnung des CAPEXWerts für ein 0,33l Glas Bier beider Gebindearten komme man bei nachfolgenden Annahmen zu folgendem Ergebnis:

Betrachte man zudem noch die Logistik- und Handlingkosten, habe das Edelstahlkegmneben dem niedrigeren CAPEX-Wert circa 500 Euroniedrigere Handlingkosten.

 

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