Duplex - Metallkunde

Metallurgisch gesehen sind Duplex-Edelstähle eine Mischung aus BCC Ferrite und FCC mit austenitischen Kristallstrukturen. Die Prozentanteile hängen von der Zusammensetzung und Wärmebehandlung ab. Bei den meisten Duplex-Edelstählen wird versucht die gleiche Menge von Ferriten und austenitischen Phasen im ausgeglühten Zustand zu erzielen. Duplex-Legierungen enthalten ungefähr halb soviel Nickel wie normale austenitische Edelstähle. Sie sind daher kostengünstiger und weniger abhängig von den Nickelpreisen. Dank ihres hohen Chromanteils verfügen Sie über eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit bei Lochfraß und Risskorrosion, sowie bei Chlorid-Spannungsriss-Korrosion.
Darüberhinaus reduziert die Zweiphasenmischung das Risiko von interkristallinen Angriffen. Aus dem gleichen Grund werden sie nicht bei der Kristallisierung und beim Schweißen geneigt. Duplex-Edelstähle verspröden wegen ihres hohen Chromgehaltes bei Temperaturen von 475°C, so dass ihre Anwendung häufig auf Temperaturen unter 300 °C eingeschränkt ist. Duplex-Legierungen verfügen über eine größere Dehnungs- und Streckgrenze, aber über eine geringere Festigkeit als austenitische Edelstähle.
Unten finden Sie einige Vorträge zu metallurgischen Aspekten und Untersuchungen. Bitte beachten Sie bitte die Seite mit den Literaturhinweisen.

Lochfraß Korrosionsbeständigkeits-Bestimmung bei Duplex-Edelstahl unter Anwendung der Critical Pitting Temperature Methode

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